Methodik

Für die Sport Freaks ist es die oberste Priorität, einen methodisch durchdachten Unterricht durchzuführen. Eine potentielle Verletzungsgefahr für Schülerinnen und Schüler ist im Bereich Boden- und Gerätturnen stets gegeben. Lehrerinnen und Lehrer müssen die Unterrichtseinheit durchdenken und planen. Die Situation wird zusätzlich erschwert, da das Niveau der Turnerinnen bzw. Turner in vielen Fällen stark unterschiedlich ist – unser persönliches Ziel ist es jedoch, jede/n so gut es geht individuell in der Turneinheit fördern zu können.

Aus diesen Gründen haben wir uns Methodikkonzepte für die einzelnen Geräte überlegt (inkl. Küren). Die Turnerinnen/Turner bzw. Trainerinnen/Trainer wissen dadurch, welche Übungen relevant sind und sollen sich Schritt für Schritt voranarbeiten. Dadurch ergeben sich zwei große Vorteile:

  • Die Verletzungsgefahr für Turnerinnen und Turner sinkt enorm. Möchten sie Übungen wie z.B. den Flick-Flack oder einen Salto turnen, müssen zuerst voraussetzende Übungen gekonnt werden. Wenn dies gegeben ist, bieten die Sport Freaks eine methodische Vorgehensweise für jede einzelne Übung (sofern bereits ausgearbeitet) an.
    Turnen Schülerinnen/Schüler Übungen, die für sie vom Schwierigkeitsgrad passend sind, treten viel häufiger Erfolgserlebnisse auf. Und gerade Erfolgserlebnisse sind am Anfang der Turnkarriere wichtig. Werden sie jedoch von Beginn an mit Übungen konfrontiert, die noch „zu schwierig“ sind, werden sie ziemlich schnell mit der Sportart Kunstturnen abschließen.
  • Führen Lehrpersonen den Unterricht methodisch falsch durch & es kommt zu einer Verletzung (Beispiel: „Mache einen Salto rw.“ – ohne methodische Übungen, Hilfestellungen, etc.. – der Turner verletzt sich dabei schwer), wird die Lehrperson im Normalfall Probleme bekommen. Arbeiten Lehrpersonen jedoch nach einem klaren Methodikkonzept (passende Übungen, methodischer Aufbau von jeder Übung, Hilfestellung), sind sie auch im Falle von Verletzungen (die leider auch bei einem optimal-geplanten Unterricht auftreten können) im Regelfall nicht angreifbar.

Ein weiterer Teil des Methodik-Konzeptes besteht aus den angeführten Küren. Diese sollen vor dem Trainer/der Trainerin geturnt werden (um eine Stufe abschließen zu können). Dabei ist uns wichtig, dass Turnerinnen und Turner (auch wenn sie noch keine „schwierigen“ Übungen turnen) bereits Küren turnen. Sie sollen in der Anfangsphase so viele Erfolgserlebnisse wie möglich sammeln und das Gefühl erhalten, dass sie etwas können! WICHTIGE Aufgabe als Trainer: Achtet von Beginn an auf die Ausführung der Übungen! Bringt ihr euren Turnerinnen/Turnern eine ordentliche Ausführung von Beginn an bei, zieht sich dies wie ein roter Faden durch die Turnkarriere durch.

Vor allem bei fortgeschrittenen Turnern (Verein, Schule) kommen die Turnerinnen/Turner im Idealfall bereits mit einem Vorwissen zur Einheit (sprich: man überlegt sich pro Gerät 1-2 Übungen, die man in dieser Einheit lernen möchte & schaut sich dazu bereits den Bewegungsablauf, methodische Übungen und Hilfestellungen an). Mit diesem Wissen kommen sie mit einem klaren Plan zur Einheit und können mit der Trainerin bzw. dem Trainer daran arbeiten. Diese Form des Unterrichts funktioniert jedoch nur mit Gruppen, die die nötige Reife und Einstellung mitbringen. Alternativ können Lehrpersonen einzelne Übungen für die gesamte Klasse als „Hausübung“ aufgeben, deren Ablauf sie bereits durchdenken sollen.

Die Einteilung der Übungen (jeweilige Stufe) sind eine Empfehlung der Sport Freaks und nicht in Stein gemeißelt. In mehreren Fällen kann man diskutieren, ob eine Übung bereits in der Stufe davor oder danach geturnt werden soll – der grobe Rahmen (von leicht nach schwierig) passt jedoch. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge oder Rückmeldungen dazu habt, meldet euch bei uns.

Für die Lehrpersonen stehen zudem Dokumente zur Verfügung, mit denen sie die Fortschritte der Schülerinnen und Schüler notieren können.

Methodikkonzept: Boden (nur im Mitgliederbereich)

Methodikkonzept: Reck

Methodikkonzept: Barren (nur im Mitgliederbereich)

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